Dienstag, 24. Mai 2016

... und weiter geht´s im Regen

Bisherige Km: 616
Heutige Km: 55
Gesamt-Km: 671


Route : Rothenburg ob der Tauber bis Mönchsroth

Gut ausgeschlafen erwache ich in meinem kleinen Hotelzimmerchen in Rothenburg ob der Tauber und wage einen ersten Blick aus dem Fenster. Das Kopfsteinpflaster der Straße weist nur noch wenige Spuren des nächtlichen Regens auf.
Ich werfe daher die Option noch einen Tag und eine Nacht in Rothenburg zu bleiben über Bord und packe meine Taschen um zeitig zu starten.
Kurz bevor ich dann fertig bin entdecke ich wieder größere Pfützen auf der Straße in welche es kontinuierlich tropft. Es hat also wieder angefangen zu regnen.

Da ich mich nun aber nun mal auf Aufbruch eingestellt habe sattle ich mein Rad und schiebe es in Richtung Marktplatz von Rothenburg. Leider kann ich auch dort keine Veränderung des Niederschlages erkennen, erlebe aber ein Déjà vu.
Aus einem der vielen kleinen Hotels strömen plötzlich zehn schnatternde Japanerinnen. Bestückt mit Schirmen, Fotoapparaten und natürlich ganz auf dem Stand der Zeit, Smartphones in Selfiehalterstangen. Ich folge ihnen gespannt einige Meter und beobachte sie beim Sich-Fotografieren vor einem der vielen Spiel- und Mitbringselgeschäfte.
Leider muss ich meine Beobachtungen abrupt abbrechen, da just in diesem Moment mindestens drei andere Touristenhotelchen ihre Tore geöffnet haben müssen. Den wo sonst kommen denn plötzlich weitere 100 Japaner in Regenkleidung her.
Vor lauter Japanerinnen nichts zu sehen...

Habe ich es bei meiner Tour vor vier Jahren  nur erahnt, so wird es heute zur Gewissheit. Es gibt sie tatsächlich. Diese Städtchen, welche man als asiatischer Weltreisender in seinem Fotoalbum haben muss.
Ich muss natürlich zugeben, dass Rothenburg wirklich eine herrlich hergerichtete und schön anzuschauende Stadt ist. Gerne hätte ich mich dafür unter die Japaner gemischt und mitbesichtigt.
Doch ich will weiter und im Regen macht das Umherlaufen auch nicht so viel Spaß. Ich komme bestimmt mal wieder hierher.
Es gibt noch andere tapfere Regenradler.

Den eines ist klar, auch die anderen kleinen Städtchen, auch mit netten Asiaten, durch welche ich heute gekommen bin (Feuchtwangen, Dinkelsbühl) sind bestimmt eine Reise wert.
(Ich konnte sogar noch entdecken, weshalb sich die Japaner hier so wohlfühlen. Alleine zwei Geschäfte mit japanischen Inhabern konnte ich entdecken. Natürlich mit jeder Menge Schildchen mit passenden Übersetzungen. Selbst beim Chinarestaurant gab es entsprechende Hinweisschilder im Fenster.)
Can you please take a foto from me?

Doch nun weiter. Trotz des anhaltenden Nieselregens mache ich mich auf den Weg Richtung Nördlingen. Einer weiteren Stadt mit rundum erhaltener Stadtmauer, welche begehbar ist.
Zum Glück sind die Steigungen heute moderater und so schaffe ich es bis zum ersten Zwischenhalt bis nach Feuchtwangen.
Dort gönne ich mir ganz asiatisch angehaucht ein kleines Chinamenü.
Mittags: ASIATISCH!!!

Da sich auf den nächsten 20 Kilometern der Regen noch immer nicht verabschieden will, wird Nördlingen für heute abgehakt.
Ich mache mich auf Zimmersuche, da auch heute campen nicht besonders angenehm wäre. Nachdem in Dinkelsbühl sämtliche erschwinglichen Zimmer bereits ausgebucht sind, ziehe ich weiter mit dem Plan das nächste Zimmer zu nehmen.
Das lässt zum Glück gar nicht so lange auf sich warten und so genieße ich den Rest des Tages warm und trocken.

Aber Morgen, da wird es bestimmt besser. Mit dieser Hoffnung, Euch einen schönen Abend.


Kommentare:

  1. Der Herr wird seine Engel mit dir senden
    und Gnade zu deiner Reise geben.
    Gott spricht: Und siehe, ich bin mit dir
    und will dich behüten, wo du hinziehst,
    und will dich wieder herbringen in dies Land.
    Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue,
    was ich dir zugesagt habe.
    (1. Buch Mose 24, 40 und 28, 15)

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